Ludwig: Durch´s Reden kommen d´Leut zam

Nachbarschaft hat viele Gesichter: Beispiele des friedlichen Zusammenlebens zum Nachmachen

Die Initiative „Nachbarschaft hat viele Gesichter“ hat sich zum Ziel gesetzt, unterschiedliche Projekte zum friedlichen Zusammenleben einen breiten Platz zu geben und zum Nachahmen, Adaptieren und selbst Entwickeln einzuladen. Dazu Vbgm. Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig: „In Wien haben – im Gegensatz zu anderen Metropolen – alle Bevölkerungsgruppen Zugang zu qualitätsvollen und erschwinglichen Wohnungen. Die soziale Wohnbaupolitik der Stadt trägt nicht nur maßgeblich zur ausgezeichneten Lebensqualität, sondern auch zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt bei.“

 Armin im Gespräch
“Die Initiative „Nachbarschaft hat viele Gesichter“ bietet dazu eine wunderbare Plattform, lädt sie doch sowohl einzelne Personen als auch Wohnbau-Genossenschaften dazu ein, die besten Beispiele von gelungenen Projekten, die das Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen befördern, vor den Vorhang zu holen und zur Nachahmung zu empfehlen“, ergänzt die Wiener SPÖ Nationalratsabgeordnete Petra Bayr, Initiatorin der Kampagne „Viele Gesichter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, die neben der Nachbarschaft auch Plattformen zu Kultur, Fußball, Liebe sowie Gastronomie, Handel und Handwerk und viele weitere anbietet. „Auf www.vielegesichter.at/nachbarschaft sind die ersten Zusammenlebens-Projekte schon online, wir freuen uns über weitere Zusendungen in Form von Beschreibungen, Links, Filmen oder in welcher Form auch immer“, so Bayr.

Michael Ludwig weiß aus Erfahrung: „Ein reibungslos funktionierendes Miteinander setzt gegenseitiges Verständnis, Respekt, Rücksichtnahme und die Einhaltung der Spielregeln voraus. Denn so, wie im Sport, gibt es auch für das Zusammenleben grundlegende Spielregeln, die für alle gelten, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihrer Hautfarbe.“ Das Motto des Wiener Wohnbaustadtrates lautet: ,Durch´s Reden kommen d´Leut zam.’. Und ich bin der festen Überzeugung, dass viele Konflikte im Zusammenleben vermieden werden können, wenn die Beteiligten mehr miteinander kommunizieren.“

Diese Erfahrung haben auch die beiden Miterfinder von „Nachbarschaft hat viele Gesichter“ Armin J. Hanschitz und Klaus Maurer gemacht, die mit vielen Mieterinnen und Mietern in Kontakt stehen und sehen, wie sehr der Dialog und das gegenseitige Kennenlernen das tägliche Zusammenleben erleichtern können. "Das Ergebnis von sozial nachhaltigem Wohnen ist eine gute Nachbarschaft, die ein respektvolles Miteinander lebt, trotz aller Verschiedenartigkeit. Wesentlich dabei ist ein konfliktlösungsorientierter Zugang und eine offene Kommunikation."

Die Initiative „Nachbarschaft hat viele Gesichter“ wurde von der SPÖ Wien gestartet und wird von Organisationen wie ZARA, dem projektXchange, dem Nord Süd Insititut, der Volkshilfe und dem Arbeiter Samariter Bund unterstützt. Mehr Informationen zu „Viele Gesichter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ gibt es unter www.vielegesichter.at, wo auch eine Petition im Sinne der Kampagnen unterschrieben werden kann.